Die Ballade von der Krüppelkiefer 
 
An einer tiefgrauen Felsenwand,
eine junge Krüppelkiefer stand,
hoch über einem sehr grünen Tal
und Selbstmitleid war ihre Qual.
Tag ein und Tag aus weinte sie,
harzige Tränen der Melancholie,
wünschte so sehr anders zu sein
und nicht dort am Steine, so allein.

„Ach wär’ ich wie die dort im Tal,
andächtig groß wie ein Ehrenmal,
stolz, aufrecht und auch so schlank,
doch steh ich hier klein und krank.
Wäre ich wie diese Kiefern so groß
und auch so nah an Mutters Schoß,
trüge dies schöne, so grüne Gewand
doch bin hier an diese Wand gebannt.“

So sprach sie in Kummer und Trauer,
droben an ihrer grauen Felsenmauer
und weinte wieder die harzigen Tränen,
tat sich weiter für ihr Dasein schämen.
Dann wand sie den Blick zum Himmel
und betrachtete das Wolkengewimmel.
Erklang die Stimme erneut zur Klage,
damit der Wind sie hoch hinauf trage.

„Ach wär’ ich nur wie diese Wolken dort,
zöge dann über alle Landen in einem fort
und die Sonne wärmte den weichen Leib,
könnt’ Formen wandeln zum Zeitvertreib
machtvoll mit Blitz und Donner gewittern
und alles dort unten würde dann erzittern.
Der Tanz mit dem Winde, er wäre mein
Doch da droben darf ich wohl nicht sein.“

So jammerte diese Krüppelkiefer da leise
Und schickt noch mehr Tränen auf die Reise,
den krummen und hölzernen Stamm hinab
bis sie dick dann fielen, auf die Erde herab.
Da wand sie den Blick herüber zum Quell’,
der am Fels entsprang und floss gar schnell.
Wieder erhob sich diese Stimme voll Leid
Zu sich selbst, in ihrer endlosen Einsamkeit.

„Ach wäre ich doch nur so, wie dieser Quell,
könnt’ so glitzern in der gülden’ Sonne hell,
schwatzen und flüstern den ganzen Tag lang
und über Steine in Tiefen stürzen ohne Bang.
Könnte doch soviel von der Welt so sehen,
doch stattdessen muss ich hier fest stehen,
würde immer mit diesen Fischlein spielen,
zählte die großen Meere zu meinen Zielen.“

Dann verklang die schwermütige Stimme,
doch schwieg sie trotzdem nicht im Sinne,
denn im Stillen weinte die Kiefer weiter,
wurde dann auch nicht so wirklich heiter,
als ihr Blick auf den flatternden Spatze fiel,
der da laut zwitscherte und sang recht viel.
Da wand sich ihre zitternde Stimme an ihn,
als sollte sie da am Himmel mit ihm zieh’n.

„Ach wäre ich nur so, wie dieser kleine Spatz,
dann hätte ich vielleicht einen Spatzenschatz
und wäre nie mehr so traurig und so allein,
doch so wird es ja wohl leider niemals sein.
Ich wäre so frei und ich könnte dann fliegen,
so laut singen, dass sich die Balken biegen.
Ich würd’ so viele Geschichten dann wissen,
und auch Märchen, die darf man nicht missen.“

Dann verstummte das Leidlied dieser Kiefer,
da wand der Spatz, er war grau wie Schiefer
und ließ sich auf einem ihrer Äste hernieder.
Dann putzte er zuerst in Ruhe sein Gefieder,
blickte diese Kiefer sodann unverwandt an,
an der eine weitere harzige Tränen noch rann
ehe er zu der Krüppelkiefer dann sprach,
in deren Selbstmitleid und großer Schmach.

„Ach Kiefer hör’ mir zu, ich bitte dich darum,
bleib nur einen Moment lang still und stumm.
Musst nicht leidend sein, denn du bist schön,
doch in deiner Trauer kannst Du es nicht sehn.
Bist doch frei hier oben über dem grünen Tal!
Nennst du denn die Aussicht hier oben Qual?
Die lustigsten Geschichten erzählt dir der Quell,
Wolken und Wind tanzen mit dir hier schnell“

Die Kiefer, sie stutzte einen langen Moment,
dies war eine Sicht, die sie so noch nicht kennt.
Der Spatz hatte Recht, das verstand sie sogleich,
sie war gar nicht so arm, sondern sogar reich.
Zum ersten Mal seit ihrem Dasein, lachte sie,
Was der Spatz für sie getan, das vergaß sie nie.
Ein Freund wurde er ihr, in ihrem harz’gem Herz
und auf immer vergessen, war einst’ger Schmerz.

 

 

Das Ende vom Schmerz

Ein Augenblick voller Schmerz und Leid
das Gesicht dabei abgewandt
vergraben die Seele in der Dunkelheit
eingebettet im nachtschwarzen Gewand.

Dein Blick so glanzlos, so unsagbar leer
anklagend unter halboffenen Lidern
keine Regung, kein Laut trotz Tränenmeer
um kein Wort, kein Blick zu erwidern.

Langsam wendest du dich ab von mir
erneut hast du meine Sehnsucht erweckt
doch ich weiß, mein Herz zerbricht an dir
zuviel Liebe hab ich in dich gesteckt.

Es wird mich quälen, einfach zerbrechen
und ein Teil geht auf Ewig mit dir
Wie Dornen wird mich die Einsamkeit stechen
noch einmal wird deine Seele büßen mit mir.

Maskenball

Wogende Reigen, in jedem ein neues Gesicht
Such' dich mit meiner Maske, finde dich nicht
Aufgesetztes Lachen dringt fern an mein Ohr
Falsche Worte erheben sich erneut im Chor
Versteckt in Gewändern aus rauschenden Farben
Verdeckt und überschminkt sind die Seelennarben
Niemand zeigt sich hier wie er ist
auch nicht Du, wo immer Du bist

So find' ich diese Maske, die Du trägst
hinter jener Du dich auch so sicher wägst
Will sie greifen, um Dein Gesicht zu sehen
Wie immer lässt du dies nicht mit dir geschehen
Deine Maske aus reiner Wut, starrt mir entgegen
Will sich nur zu üblicher Abscheu noch regen


So lege ich meine Maske ab für Dich
Du erschrickst, erkennst du mich?
Ist es für Dich so schwer zu verstehen?
Hinter der Maske ist nur ein Mensch zu sehen.
Nur ein Mensch mit einer Seele, genau wie Du
Doch mit Mut zur Blöße, was du nicht lässt zu.

Verloschener Stern

Öffne ich die Augen, kann ich ihn sehen
so einsam unter vielen, verloschener Stern
wünscht mir so sehr, könnt' zu ihm gehen
Ihn umarmen, ihm zeigen, ich hab ihn gern

Tief in seinem Inneren, lodert noch Feuer
so heiss und leidenschaftlich wie zuvor
All' Schein und Sein ist ihm ist nicht geheuer
verlorene Dunkelheit im hellen Sternenchor

Dein Mantel so schwer von Schmerz und Leid
verhüllt dein Inneres scheinbar so geschickt
darunter versteckt dein Licht voll Traurigkeit
doch ich habe dich bereits darunter erblickt

Verloschener Stern, dein Schimmer ist mein
erlös' dich von dem Schein auf deinem Leben
Musst' Dich nicht ängstigen, werde bei dir sein
und für immer und ewig auf dich Acht geben.

Deine Welt

Was können deine Augen wirklich sehen
in deiner eigenen kleinen, stillen Welt?
Wohin werden deine Gedanken gehen
wenn dich hier bei all’ dem nichts hält?

Ist deine Welt aus Licht und Schatten
steht das Eis in jener noch in Flammen?
Lässt dich die eigen’ Stärke ermatten
Wie viel Einsamkeit hält dich zusammen?


Kannst du die Stille im Lärm noch hören
trennst du Silber und Gold in deinem Licht?
Wirst du auf Wahrheit anstatt Lügen schwören
oder gibt es diese Dinge in deiner Welt nicht?

Was können deine Augen wirklich sehen
In deiner eigenen kleinen, stillen Welt?
Lass es mich hören und vor allem verstehen
Siehst du, dass ohne dich mich nichts hält?

Dein Engel

Ich wünscht’ ich könnte für immer dein Engel sein
Möcht’ über dich wachen und lass dich nie allein
Ich wünscht’ ich könnte dir all’ dein Leid nehmen
Würd’ es vor dir verstecken und dann zurücklehnen

Ich wünscht’ ich wäre dein Engel, so klein und unsichtbar
Würd’ dich nichts verletzten, jeglicher Schmerz würde rar
Ich wünscht’, dass du keine Träne mehr vergießen müsstest
Möcht' sie trocknen, auch wenn du davon wohl nix wüsstest

Ich wünscht’ ich könnt als Engel über dich wachen
Brächt’ Dich dann mit Faxen jederzeit zum Lachen
Ich wünscht’ die Sorge um dich käme so zum ruh’n
Wünsch es so sehr, hätte ich auch noch soviel zu tun.

Seelenfeuer

Siehst du die Glut die es einst war
wandelnde Flammen gar sonderbar
Getragen von Hitze einstiger Worte
fand durch Herzens eisige Pforte.

Zehrende Flamme, gezündete Gier
verzaubernde Wärme, verharre hier
Verwirrender Tanz erhitzter Geister
Seele verloren, sucht ihren Meister

Knisternd flüstern sie deinen Namen
dein Bild trägt flammenden Rahmen
Die Asche trägt die Sorge weit fort
dorthin an einen vergessenen Hort.

Vom Willen geschürt, brenne weiter
treibe es voran, mein Flammenreiter
Behüte es, es darf nicht verglimmen
wenn wir durch die Zeit schwimmen

Seele, sieh nicht zurück in die Glut
wandle weiter mit dem heißen Mut
Lodere weit auf im dunklen Herzen
vertreibe jene bohrenden Schmerzen.

Abschiedsbrief

Warum hast du es soweit kommen lassen?
Warum wolltest du niemals soweit denken?
Wie sehr möchte ich dich dafür nur hassen.
Wie wenig doch lassen sich Gefühle lenken.

Warum konntest du nie aus dem Ganzen lernen?
Warum schenkst du all dich liebenden Leid?
Wie sehr wünschte ich, sie könnten es entfernen.
Wie wenig kann man helfen, selbst in unserer Zeit.

Warum kannst du mir nicht einmal Lebewohl sagen?
Warum gehst du diesen Weg und warum auch so weit?
Wie sehr möchte ich dir die Schuld dafür auftragen.
Wie wenig Leben braucht es noch für des Todes geleit.

Kehre um

Ich taste mich durch deine verlorene Dunkelheit
die ihre Arme traurig um meine Gedanken legt.
Es fallen deine Sekunden durch meine Ewigkeit
in deiner Stille, das Einzige was sich noch regt.

Fein wie gesponnene Seide fühle ich die Sorgen
jene schwere Last, an der deine Seele so trägt.
Dein Schmerz erstickt flüsternd mit dem Morgen
und in deinem Vergessen sich nun sicher wägt.

In deinem Zerrinnen hält mein Geist mit Schritt
verweilt im verborgenen stets neben deinen.
Werde dich auffangen, bei jedem falschem Tritt
denn dieser Eid soll es mit Tränen vereinen.

Kehre um, mein Herz kann dich nicht vermissen
dieser Weg in dich hinein, ist zu weit für mich.
Lebe wieder dich selbst und vergiss das Wissen
denn nur diese Vergebung ist richtig für dich.

Abschiedsbrief II - Die Vergebung

Weiß und steril ist alles um dich herum,
so unschuldig farbend auch dein Linnen
Leer dein Blick, die Zeit geht nicht um
zählst Stunden, Minuten die verrinnen

So kann ich dich sehen in meinem Geist
Lese in deiner Seele, die Pein und Qual
und spüre, wie du dich innerlich zerreist
Vielleicht schon heute zum letzten Mal

Schon zuviel bereut was einst geschehen
die Gedanken sind schon auf letzter Reise
Zuoft auf das eigen' Leben zurück gesehn
doch neues Morgengrauen weckt dich leise

Ich fühle es, wie du immer mehr vergehst
kann dir vergeben auf dem Weg ins Licht
Wünsche so sehr, dass du mich verstehst,
und dem Gedanken: "Vergiss uns nicht"

Hau ab !

Wie kannst Du nur solche Lügen wagen?
Glaubst wohl die Gerechtigkeit gehört dir.
Wie kannst du die falsche Maske tragen?
Skrupellos schiebst du die Schuld zu mir.

Wie kannst du noch in den Spiegel sehen?
lachst meinem Schicksal noch ins Gesicht.
Wie weit willst Du denn damit noch gehen?
Hau ab, solche Freunde brauche ich nicht.

Ehrlichkeit ist eine Strafe

Ehrlichkeit ist eine Strafe, egal wie tief auch deren Seele ist.
Die Menschen glauben sie zu Leben, anstatt Tücke oder List.
Aber es sind doch genau jene, die doch nur Lügen hören wollen
und über jedes wahre Wort, stets laut protestieren oder grollen.
Spricht sich die Lüge doch so leicht, so viel schöner und angenehm
so wollen sie doch nur viel lieber die Lügen, als ihre Wahrheit sehn.

Ehrlichkeit ist eine Strafe, denn sie wird meistens jemanden verletzen,
doch nimmt man sie wahr und auch ernst, so kann sie Berge versetzen.
"Mir ist doch egal was du denkst" trägt nur den Trotz und keinerlei Stolz
irgendwo verloren in Geist, Seele und Herzen, wie ein Tier im Unterholz.
Die Wahrheit jedesmal zu überhören oder sich ihr auch zu verwehren
lässt weder die Vernunft noch Hoffnungen diese heutigen Welt lehren.

Ehrlichkeit ist eine Strafe, eine große Waffe, wenn man sie erwählt,
doch ist sie nicht auch das, was uns heut zu Tage am Leben erhält?
Sie zeugt aus der Wahl der Lebenswege, zwischen leicht und schwer
Und erwählt man sie, denkt man für die meisten so einfach nur quer.
Meist ein einsamer Kampf gegen die die Windmühlen dieses Lebens,
denn nach einem Verständnis sucht man hier, nur allzuoft vergebens.

Ehrlichkeit ist eine Strafe, doch frei gewählt, ist sie auch immer mein,
denn bevor ich euch noch Lügen erzählen muss, lass ich das Reden sein!
Sagt mir nicht, ich könne und würde nicht zu meinen Worten je stehen!
Eure Meinung ist mir wichtig, doch sagt nichts, ohne mich zu verstehen!
Denn "Zieh' die Schuhe nicht an die man dir hinstellt" sprach jene Person,
die jene Schuhe erst hinstellte, was uns zeigt: "In der Situation ruht Hohn.

Wenn die Abenddämmerung zu mir spricht


So ist es der Morgen, welcher mir die Lider wieder anhebt.
Dessen grauer Alltag, das Gespinst der Träume verjagt
und in meinem Geiste, die erste Sehnsucht danach schwebt
Doch so verrinnt deren Schein in der Zeit, ganz ungefragt.

So ist es der Mittag, an jenem ich die Lider wieder schließe.
Mit dem Wunsche, dass Herze möge doch endlich stehen bleiben,
damit ich weder Ebbe noch Flut darin spüre, nur die Stille genieße
Doch es hält nicht an, auch nicht, um mein Leben zu beschreiben.

So ist es der Nachmittag, der letztlich die Trauer mit sich bringt
und Tränen lösen sich in ihren Nassen Bahnen von den Wangen.
Durch meine trockene Kehle erklingt ein verlorenes Schluchzen
Vielleicht geht sie irgendwann vorbei und es bleibt nur ein Bangen

So ist es die Abenddämmerung, die dann endlich zu mir spricht
Mir zuflüstert: “Nur wer auch Unglück und Trauer erfahren kann,
erst Liebe und Glück erkennen kann, in seinem ganzen Gewicht
genieße was du haben kannst, es gibt keine Schatten ohne Licht, denk daran."

Was wäre, wenn wir allein auf dieser Welt wären?

Was wäre, wenn wir allein auf der Welt wären?
Strahlen dann die Sterne endlich heller für uns?
Oder werden wir allein Ihnen heller erstrahlen?
Können wir dann endlich unsere Träume leben?
Oder leben die Träume dann ganz allein uns?
Streben wir dann endlich nach unseren Gedanken?
Oder finden die Gedanken, ganz allein zu uns?
Heben wir uns dann endlich selbst zur Macht des Himmels empor?
Oder wird der Himmel dann uns ganz allein zu Füßen fallen?
Sind wir uns in der Einsamkeit dann endlich näher?
Oder nähert sich damit die Einsamkeit dann uns allein?
Können wir uns dann endlich selbst Vertrauen?
Oder verlieren wir es dann gänzlich, so ganz allein?
Wären wir dann endlich bereit, für einander da zu sein?
Erst dann wenn wir auf dieser Welt wären, ganz allein?

Alltag

Wieder einmal gehst du nun diese Straße entlang,
welche so grau und nasskalt, wie dieser Alltag ist,
in jener Welt, in der heute noch kein Lied erklang,
in jenem Leben, in dem Du einsam und alleine bist.

Doch tief in Dir, ruht dieser stille und geheime Hort,
in welchem die Farben des Lebens ewig erstrahlen,
deine besten Träume und Erinnerungen wohnen dort,
und nur du kannst sie besuchen, ohne Eintritt zu zahlen.

Denn nur diese Bilder lassen dich wirklich verstehen
was dein Dasein und deinen Atem erfüllt, Tag um Tag,
So kannst nur du durch deine Erinnerungen sehen,
was sonst keiner so zu verstehen und sehen vermag.

Doch nun gehst du wieder diese Straßen entlang,
und der nahe Weltenlärm trägt deine Träume weit fern,
des Alltags so überdrüssig und der Hektik viel zu bang,
entführt dir jene zauberhaften Bilder, die du hattest so gern

Silberne Tränen

Ich fange eine der silbernen Tränen.
Keine Ewigkeit, diese jemals berührte
auch kein Leid, welches sie je vergessen.
Sie ist nur ein Mahnmal der Gedanken,
ihr Schimmern erinnert an das was ihr gabt,
an jene vergangenen, schönen Momente
daran, wie ihr mir einst das Leben zeigtet,
welches ich trotzdem dann zu spät erkannte.
Sie zeigt, wie endlich doch unser Dasein ist,
und auch ihr mir nicht ewig geschenkt seid.
Nur eine schimmernde kleine Perle für euch,
in jener ach so tiefen und traurigen Stille,
die euer Schmerz und Leid in mir hinterlässt.
Möchte’ so gern euch diese Bürde nehmen,
doch kann dieser Wunsch nie ein solcher sein.
Mag mich euch einfach nur zurückschenken
und damit auch das absolute Versprechen,
wenn auch spät, auf ewig für euch da zu sein,
denn diese Träne, steht auch für jene Reue,
die meinem Herzen für immer innewohnen wird.
Für diese Zeit, in der ich es beharrlich versäumte
zu sagen, dass ihr mein Leben und meine Liebe seid.

Verschlossenes Herz

Verschlossenes Herz
vom Augenblick ganz unberührt
kennt es doch nur Schmerz
weiß nicht wohin ein Lachen führt

Frohgemut ist längst verschwunden
Die Kälte in ihm, klingt nur leise
ward es einst nur daran gebunden
und stirbt auf die Art und Weise

Erfüllt ist es von Einsamkeit
Ein Stern unter den leuchtend vielen
ist allein, selbst bei Zweisamkeit
hat sich verloren in seinen Zielen

Die Traurigkeit hat Einzug genommen
geführt von Schmerz und Leiden
hat nie, was es verdient bekommen
kann sich an keinem Glück mehr weiden

Schweigen fühlt sich dort wohlgeborgen
so stumm, wie es der Tod auch ist
ist vielleicht schon lang gestorben
Doch ist’s einsam und weiß es nicht

Traum

Des Lebens harte Beute,
das Geschenk der tiefen Nacht
Des Gestern’s neues heute
Des Tages schwere Fracht.

Der Einzug neuer Bilder
des Tages neuer Hinweis
die Wegweisenden Schilder
des Dunkeln hellstes Weiß.

Schönheit hier zum greifen nah
und das größte, heiße Begehren
wo du es siehst, ist’s immer da
nimmt dich ein ohne es zu verwehren.

Kein Schmerz, kein Unglück und kein Leid
zart wie die Verästelungen von einem Baum
schläfst du tief, ist’s wieder soweit
erwartet dich dein schönster Traum

Der Vampir

Die Nacht ist sein Mantel
die Gier ist sein Ziel
sein Spiel ist das Feuer
und sein Traum, das sind wir

Er schleicht durch den Schatten
sein Dasein ist wie Magie
Er ist der Zauber auf unseren Wegen
Doch sind wir seine Gefangenen

Er nimmt uns gefangen
zieht uns in seinen Bann
er raubt uns den Atem
mit seinem Anblick, seinem Charme

Wir geben uns ihm hin
wie im Traum, wie in Trance
wollen uns in ihm verlieren
und an ihm vergessen

Doch seine Geisel ist seine Begierde
für ihn ein Fluch und ein Geschenk
für uns der kalte Tod
er nimmt sich was er will.

Das Erwachen ist kalt und jäh
der unruhigen Gewissheit
ihm immer mehr zu verfallen
ihm immerfort zu dienen

Selbstmitleid

Auf leisen Sohlen kommen die Schatten
Jagen dich bis sie dich finden
All Gegenwehr, lässt dich ermatten
und beginnen, dich an sie zu binden.

Dein qualvoller Schrei, verklingt in tiefer Nacht
von neuem ist dein Schmerz erwacht.
Tränen rinnen über deine Wangen
und nach ruhe steigt dein Verlangen.


Sie werden immer da sein,
in deiner Seele eingeschlossen
Du lächeltest nur zum Schein
denn nie hast du genossen.

Gestohlen scheint dein Lebensmut
Erfüllt von Trauer und Schmerz
für dich ist Freude ein hohes Gut
erreichte nie dein leidendes Herz.

Verstrickt bist du in deinen Leid
kennst du gar nichts anderes mehr?
Auf die anderen wächst dein Neid
doch dein Herz bleibt weiter leer.

Das Leben

s’Leben ist so undankbar
entzweit stetig nur dein Herz.
ist Verstand oder Gefühl nun wahr?
Was davon bringt mehr Schmerz?

Ist stetig wie ein Wellengang,
Mal ruhig und mal Wut entbrannt.
Immer am schmalen Grad entlang,
der Liebe vielleicht zu Hass verbannt.

Lässt sich nicht bestimmen und lenken,
führt dich immer nach eigenem Glauben.
Lässt sich nicht kaufen und beschenken,
versucht dir den Verstand zu rauben

An seinem Ende wartet der Tod,
umklammert fest dein mühseliges Leben.
Interessiert sich nicht für all deine Not
wird’s nicht mehr hergeben.

Der Klang der Zeit

Gewinnende Worte
in einem Raum voller Zeit
tragen die Gedanken
die sich verirren im Taumel

Durchdrungen von Farben
in filigranen Gespinst
der Geist erwacht
und durchbricht das Flüstern

Wie Glas die Erinnerung
und doch nur eine Hand voll
vergessen im Sein
so ist er, der Klang der Zeit

Liebe

Es ist ein wunderlicher Augenblick,
Das Gefühl wieder so nah zu spüren
in all' seinen bunten Farben und Formen
in all' seiner Verrücktheit

Es umtanzt die Gedanken wie im Taumel,
Es verwirrt selbst im tiefsten Traume
und doch will man es nicht wieder missen
was einst galt, als längst verloren


Das © bei allen Gedichten liegt bei
Shadowness